Radverkehr

Altstadt fahrradfreundlich machen

Stand jetzt:

  • Bonn Fahrradhauptstadt 2020 hatte Sridharan vollmundig angekündigt. Davon merkt man heute im Jahr 2020 leider wenig. Gerade in der Altstadt sind viele "Pseudofahrradstraßen" entstanden, d.h. Fahrradstraßen, die für motorisierten Durchgangsverkehr trotzdem frei sind. Sichere Radspuren oder annähernd genug Stellplätze sind leider weiterhin Fehlanzeige. Das hilft der Statistik und sonst nichts.
  • Außerdem ist der generelle Zustand der Straßen insbesondere für Radfahrende ein arges Hindernis. Von Kopfsteinpflaster, das einem stürmischen Meer gleicht (wie in der Vorgebirgsstraße), bis zu zentimtertiefen Kratern (wie in der Adolfstraße), ist einiges dabei, was einem das täglich Radfahren erschwert.
  • Die Verkehrsführung trägt ihr Übriges dazu bei, dass immer noch einigen der Umstieg vom Auto aufs Rad schwerfällt. So wird man etwa in der Vorgebirgsstraße stellenweise auf den Gehweg geleitet und riskiert es zwischen Kiosk und Biertischen Fußgehende anzufahren. Oder man riskiert die eigene Unversertheit bei Baustellen wie der Viktoriabrücke, wo in der Planung offensichtlich kein einziges mal an den Radverkehr gedacht wurde und nur im Nachhinein auf Drängen und mehr schlecht als recht noch Lösungen für Fahrräder implementiert wurden.

Was jetzt zu tun ist:

  • Radentscheid unterstützen! Seit einigen Wochen sammelt das Team des Radentscheids Bonn fleißig Unterschriften, um das Thema Radverkehr in der Öffentlichkeit präsenter zu machen. Außerdem ist der Radentscheid auch gleichzeitig ein Bürgerbegehren. Das heißt, wenn 10.000 Unterschriften zusammenkommen muss sich der Stadtrat dazu positionieren. Entweder er stimmt dan den Forderungen zu oder die Forderungen werden bonnweit zur Abstimmung gestellt. Jede Unterschrift zählt also. (Mehr Infos unter: https://www.radentscheid-bonn.de/)
  • Altstadt zum Radquartier entwickeln. Also sinnvoll geführte Radwege, ausreichend Abstellplätze, sichere Übergänge uvm. Wie das genau aussehen soll, kann man in Bremen beobachten: https://radquartier-bremen.de/
  • Radfahrende müssen zukünfit bei jeder Baustellenplanung von Anfang an mitbedacht werden. So eine katastrophale Planung wie bei der Viktoriabrücke, die zu lebensgefährlichen Situationen für alle Beteiligten geführt hat, darf sich nicht wiederholen.